Samstag, 31. Dezember 2011

Sylvester

Na, also so dolle spannend ist Sylvester nun wirklich nicht, kann ich Euch sagen! Sicher, auf das Geböllere und Geknallere könnten wir Hunde ganz gut verzichten (sollen doch die Zweibeiner uns, statt ihr Geld in Knallzeugs zu stecken, lieber ein paar Extra-Leckerchen besorgen ;-)), aber ich hab' mein erstes Mal prima gemeistert!

Auf dem Abendgang war ich zwar etwas verunsichert, weil da schon Raketen hochgingen und einige Knaller in Entfernung explodierten, aber meine drei Kumpels blieben ganz gelassen. Besonders Jasper hat das alles gar nicht interessiert, er hat vielmehr sämtliche Zaunpfähle nach Nachrichten seiner Rivalen abgesucht, und anscheinend auch gefunden, da man mehrfach ein Grummeln und Pfotenwetzen hörte - der alte Macho!

Den Jahreswechsel selbst hab' ich dann ganz entspannt, eng an Frauchen und ihre Tochter gekuschelt auf dem Sofa verbracht, das war gar nicht spektakulär, sondern ganz wie immer und zwar seeeehr gemütlich. Zum Glück hatte Frauchen noch ganz spontan eine Erkältung bekommen und also gar keine Lust gehabt, sich unnötig aus dem Deckenlager raus zu bewegen - das hab' ich natürlich genossen! Zwar hab' ich ab und zu mal aufgeschaut, wenn es zu laut krachte, aber ein leichtes Tätscheln und ein krächziges "Schlaf weiter, Noly!" von Frauchen haben mir gezeigt, dass nix weiter passiert war und kein Grund zur Sorge bestand.


Also, alles in allem: Ein wirklich guter Start ins neue Jahr, in das ich ganz viel Hoffnung setze!

Schlaft gut!

Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de

http://tierhilfe-griechenland.zergportal.de/baseportal/Hunde/Tierhilfe_Griechenland/detailansicht&Id=388209

Freitag, 30. Dezember 2011

Zwischen den Jahren...

...ist es ein bisschen ruhig geworden in Nolys Blog.

Das liegt zum einen an Feiertagen und Schulferien, zum anderen aber auch deutlich daran, dass die Digi kaputt ist. Es macht einfach mehr Spaß, illustrierte Berichte zu schreiben, schließlich will ich Ihnen und Euch, liebe LeserInnen, Noly ja von allen Seiten präsentieren, in der Hoffnung, dass

eines schönen Tages

genau die/der Richtige

sich in die Sausemaus verliebt

und ihr lebenslang ein  Plätzchen an ihrer/seiner Seite einräumen will :-))))))))))))))))))))))))))))))))

Denn momentan gilt leider immer noch - keine einzige Anfrage von Juli bis heute für die Maus.

Das ist leider trauriger Rekord! - Von allen Pflegis, die bislang hier waren (und wir haben mal nachgezählt, das waren von Herbst 2006 an immerhin 16 Hunde, ich hoffe, wir haben niemanden vergessen!) ist Noly die einzige, für die sich noch nie ein Mensch interessierte!

Liegt das daran, dass sie ein leichtes körperliches Handicap durch ihre Verletzungen davongetragen hat? Andererseits hatte sogar unsere alte Gnadenbrot-Kaukasenoma Aris, die kaum noch aufstehen konnte, zwei ernstgemeinte Anfragen, der Leishmaniose-positive Dalmatiner Pauli, der nicht alleinbleiben konnte, innerhalb von fünf Monaten sein Zuhause gefunden und auch unser faules Dreibeinchen Aqui hat letztendlich ein ganz supertolles Zuhause gefunden und bildet nun dort zusammen mit einem weiteren Dreibein ein tolles sechsbeiniges Team.

Ist die Kleine vielleicht zu unscheinbar? - Ich hatte schon einige Hunde hier, die nicht unbedingt durch Schönheit bestachen und dennoch ein tolles Plätzchen gefunden haben. Auf Spaziergängen jedenfalls wird Noly immer sehr bewundert für ihr graziles Aussehen.


Oder liegt es vielmehr an Nolys psychischem Zustand? Wer holt sich schon freiwillig einen ängstlichen Hund ins Haus???


Aber - hat nicht gerade ein solcher Hund es verdient, im Leben so richtig anzukommen, seinen Lebensmittelpunkt zu finden, der ihm die Sicherheit gibt: Hier muß ich nie wieder weg! Hier mag man mich, so wie ich bin!


Ich gebe zu, ich hatte noch nie einen so jung so ängstlichen Hund in Pflege wie Noly, andererseits macht gerade dann jeder Fortschritt doppelt Freude und das übermütige Glitzern, das immer öfter aus ihren Augen hervorbricht, lässt mich manches Mal vor mich hin schmunzeln oder auch laut auflachen (Gerade vorhin wollte ich eine kleine Wunde an Nolys Pfote versorgen - sie wurde ganz zappelig, als ich die oberflächliche Wunde spülte, hielt dann aber halbwegs still. Ich holte Desinfektionsmittel, schraubte das Fläschen auf, stellte es neben ihr auf den Boden und musste mich dann noch einmal zur Seite bücken um ein Küchenpapier zu greifen. Als ich wieder hinschaute, war die kleine Hexe auf und davon - mit dem Fläschchen Desinfektionsmittel, das sie gerade im Maul in ihr Körbchen transportieren wollte. Auf mein ermahnendes "Hey!" schien sie breit zu grinsen, legte das Fläschchen im Körbchen ab und kam wedelnd zu mir gelaufen. Einfach zum Durchknuddeln, die Lütte!)


Glücklicherweise war Noly hier von Anfang an sehr vertrauensvoll, lediglich mit meinem Mann hat sie sich ein bisschen schwerer getan. Ich konnte von Anfang an alles mit ihr machen, sie hat nie Angst vor den Kindern gehabt.
Ich kann natürlich nicht sagen, wie sich das bei einem Umzug in ein neues Zuhause gestalten würde, denn hier war es ja die ersten zwei Wochen auch sehr entspannt. Erst danach fing sie an, vor allen fremden Menschen Angst zu haben, diese im Haus zu verbellen und draussen zu meiden. Wir rätseln noch immer, was diesen Umschwung ausgelöst hat, aber eine Situation, an der wir es festmachen könnten, fällt mir bis heute nicht ein.
Eine Vermutung ist, dass sie durch die Reise von Griechenland hierher so "durch den Wind war", dass sie sich einfach eine Konstante im Unbekannten gesucht hat, woran sie sich halten konnte.


Wir wissen auch nicht, was ihr in Griechenland in den ersten Lebensmonaten widerfahren ist - hat ein Unfall sie so zugerichtet oder war es Mißhandlung?
Hat sie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht in ihren ersten Wochen oder einfach gar keine Menschen kennengelernt?
Natürlich stellt man sich diese Fragen, aber letztendlich müssen wir an der Situation, wie sie sich heute darstellt, arbeiten, da wir Nolys Vergangenheit ja nicht mehr durchleuchten können. Ab Januar werde ich mit Noly dafür die Hundeschule besuchen, was bisher aufgrund ihrer körperlichen Probleme nicht möglich war. Aber nun ist sie fit für die Schulbank!


Fest steht - Frontalkontakt zu unbekannten Menschen macht ihr Angst. Bei Männern tendenziell mehr als Frauen, halten Personen etwas wie z.B. eine Leine, einen (Wander-)Stock in der Hand, erst recht. Das gilt auch für Kinder. Andererseits ist sie in all ihrer Vorsicht auch neugierig, nähert sich gern von hinten zum Beschnuppern, möchte aber bitteschön nicht beachtet/angesprochen/angeschaut werden ;-)) Bei vertrauten Personen sucht sie durchaus engen Körperkontakt, schläft am liebsten eng angeschmiegt.


Ich glaube, es steckt zwar noch ein guter Batzen Arbeit drin, aber ich bin sicher, dass hundeerfahrene Menschen, die sich auf Noly einlassen können und sie weiter fördern und fordern, sehr viel Spaß mit ihr haben würden!


Sie ist einfach so lebenslustig, flink, clownesk, pfiffig, frech, lernwillig undundund, dass es schwerfällt, sich nicht um ihr Pfötchen wickeln zu lassen. Wenn sie - windhundartig - rennt, merkt man zwar noch ihr Handicap, aber man merkt vor allem den puren Spaß, eine allumfassende tiefe Freude, es ist als würde sie mit jeder Pore ihres Körpers rufen: "Hallo Leben, hier komme ich!"


********


Ich wünsche mir daher vom Jahr 2012 für meine Maus

ein tolles Zuhause

 unbedingt in ländlicher Gegend (da Straßenlaufen ihr extremen Streß bereitet)

mit hundeerfahrenen, liebevollen Menschen (vielleicht ein fittes Pärchen, das sie zum perfekten Trio ergänzen kann)

oder auch zum gelungenen Quartett, denn sie liebt andere spielfreudige Hunde

die mit ihr die Hundeschulbank drücken möchten, ihr ganz viel beibringen und mit ihr unternehmen

aber nicht traurig sind, dass Noly keine Leistungssportlerin werden wird


die einfach liebevoll, konsequent und geduldig für Noly da sind - und das für die gesamte Dauer ihres Hundelebens!

******

Ist das wirklich zu viel verlangt? 

Wir wünschen allen LeserInnen einen guten Jahreswechsel und - denken Sie mal drüber nach!! ;-)

Stellvertretend für

Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de

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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Weihnachtsbäckerei

Gestern nachmittag hat es bei uns im Haus ganz toll geduftet! Pflegefrauchen hatte nämlich am Abend eine Verabredung, endlich einmal zwei ehemalige Pflegehunde zu besuchen, zwei Dreibeiner, den Aqui und die Vicky, die zusammen bei ganz tollen Menschen hier in der Nähe leben. Den beiden wollte sie gern' ein paar Kekse mitbringen. Wir haben natürlich auch welche abgekriegt, und finden die ganz schön toll, es gab Leberwurst/Kräuter-Sterne und Thunfisch/Quark/Kräuter-Taler. Ganz easy alles gemacht, sagt sie, und wenn die nicht bis Weihnachten reichen (was anzunehmen ist ;-) ), backt sie eben nochmal welche für uns: Mmmmhhhhmm!



Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de

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Weihnachtspäckchen

Ich habe ein Weihnachtspäckchen bekommen!!!!

Da hab' ich vielleicht Augen gemacht, meine vierbeinigen Kollegen aber auch und meine Menschen erst - die Kids beneideten mich fast ein bisschen, weil ich mein Geschenk schon auspacken durfte:





Das war vielleicht eine Überraschung! Zauberte an einem grauen Tag im Nullkommanix ein Lächeln auf acht Gesichter, ach nein, sogar auf neun, denn auch das Verpackungsmaterial hat uns super gefallen:


Danke, liebe Paten, dass Ihr mich so prima unterstützt, dass sogar eine Weihnachtsüberraschung drin war! Das war eine ganz, ganz tolle Idee!


Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de


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Mittwoch, 14. Dezember 2011

Ich hab' die Haare schön...

Mann, seh' ich GUT aus:

  


Leider sehen meine Menschen das anders. Und so kam, was wieder kommen musste - diese Barbaren zerrten mich mit gerümpfter Nase unter die Dusche:

LAAAANGWEILIG!

Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
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Herbststürme

Hammer, war das gestern ein Sturm bei uns! Trotzdem haben wir natürlich ein schönes Ründchen gedreht in unser Naturschutzgebiet direkt nebenan, dem "Schlangenberg". Hier sind wir mehrfach pro Woche, denn es gibt immer wieder Neues zu erschnüffeln und stets gewinne ich erstmal einen Überblick über "mein Reich".




Und weil's dort so schon hoch und runter geht und verschiedene Untergründe bietet sowie viele herumliegende Äste, über die man steigen muß, ist das auch bestens geeignet für Nolys Physiotherapie, ihre Hinterbatzenmuskulatur wollen wir beim Aufstieg auf den Berg kräftigen (und für Frauchen ist das bestimmt auch gut ;-)).
 
Gestern konnte ich dort endlich mein neues Geschirr ausprobieren - und was soll ich sagen - seht selbst:


Bis später!
Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.



Sonntag, 11. Dezember 2011

Fortschritte

Frauchen meinte letztens, ich hätte einen richtigen Entwicklungssprung gemacht, nur weil ich zu so'ner Baustellenabsperrung hinmarschiert bin, um sie mal genauer zu untersuchen ;-)).

Na, wenn man es gewohnt ist, dass "das andere Ende der Leine" ruckartig in die entgegengesetzte Richtung zieht, sobald etwas Ungewohntes am Wegrand auftaucht, ängstlich den Kopf hebt, um Verkehrsschilder äußerst mißtrauisch zu beäugen, bevor es dann drei Gänge schneller nach vorn weiter geht, dann ist so eine mutige Eskapade echt ein Grund zum Jubel! Genauso wie der Versuch, eine am Stacheldraht flatternde Plastiktüte, sachgerecht mit den Zähnen abzuhängen - was ich bei jedem anderer meiner Hunde normalerweise mit einem "Komm weiter!" quittiere, wartete ich bei Noly, ob sie den normalen grossen, geduckten Bogen mit angelegten Öhrchen und untergekniffener Rute machen würde - aber nein, weit gefehlt, schnurstracks auf das flatternde, knatternde Ding drauf zu und abgerupft vom Kuhzaun. Super, bravo Noly!!!

Jaja, und dann heisst's fast nahtlos: "Gib's her!" Seh ich aber gar nicht ein, soll Frauchen sich doch selbst eins pflücken, da hängen ja noch welche - gut, dass die Schleppleine 5 Meter lang ist!! Blöd nur, dass Frauchen den Fuß auf 1,5m drauf hat...Okay, gegen ein Leckerchen würde ich... na, funktioniert doch!!! Da hab' ich sie ja doch schon ganz gut erzogen! :-))

Und dann habe ich letzte Woche Tierra kennengelernt, die ist schon älter, mochte aber spielen, so hat Frauchen mich zum ersten Mal in Anwesenheit von fremdem Hund mit fremdem Mensch abgeleint. Hat Spaß gemacht! Und weil Tierras Frauchen uns beim Training helfen wollte, hat sie ein waaaaaahnsinns-duftendes Leckerchen aus der Tasche gezaubert. Zuerst traute ich mich nicht so richtig, aber als Tierra dann eins bekam und es schmatzend verzehrte, hab' ich mich auch mal nach vorn gewagt, Leckerchen aus der fremden Hand geschnappt und ganz schnell wieder zurück.Das Ganze noch drei Mal, die waren aber auch gut! Am nächsten Tag war ich dann schon nicht mehr ganz so hektisch und jetzt hoffe ich nur, dass wir die Frau mit den tollen Leckerchen nochmal treffen!!

Mein 3. Advent war auch ganz spannend, wir sind zum ersten Mal mit der Hunderunde Aachen mitgelaufen, in der Leinengruppe. Bei Ankunft auf dem Parkplatz war mir alles noch ziemlich gruselig, fremde Menschen, Autos, aber dann gab's da zum Glück ganz nette Vierbeiner, die mich freundlich begrüßten, das hat mir Mut gemacht. Zwischendrin im Wald bin ich ganz schön rumgesprungen, bergauf und bergab, habe die anderen Hunde zum Spiel aufgefordert, aber das ging leider nicht so gut wegen der blöden Leinen. Aber ich hab' es immerhin trotz Leine geschafft, einen echt coolen Kopfsprung in den Bach zu machen  - holla, so tief unter Wasser war ich sonst nur in der Dusche!

Da hatte die Maus sich ein bisschen verschätzt und ich die Leine zu lang gelassen - es waren leider etwas frostige Temperaturen für ein Vollbad, aber mit viel Bewegung ging das auf dem letzten Drittel der Strecke auch noch.
Es war eine Freude, zuzusehen, wie Noly im Wald schnell lockerer wurde, sich an Menschen vorbeitraute und wirklich in richtig ausgelassene Stimmung geriet. Ein gutes Training für sie, in der Gruppe unterwegs zu sein und zu merken, keiner tut ihr was! Das Kameraobjektiv der Organisatorin wollte sie allerdings nicht auf sich gerichtet sehen, da war sie ziemlich konsequent ;-).
Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir mit waren!

Aber ganz bestimmt nicht!

Doch jetzt ist Schluß für heute!


Bis zum nächsten Mal


Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de

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Mittwoch, 7. Dezember 2011

Schietwetter

Mannomannomann, war das laaaangweilig heute! Regen, Hagelgewitter mit Blitz und Donner am laufenden Meter. Hier stand alles unter Wasser und der Garten war ein einziges Matschloch.


Man konnte echt nix machen ausser schlafen. Das habe sogar ich eingesehen und viel gedöst.





Aber am Abend durfte ich dann nochmal mit den diesjährigen Flaschenkätzchen spielen. Dazu musste ich leider mal eben auf's Sofa klettern, aber bei der Menge an Tieren hier hat Frauchen die Erziehung diesbezüglich aufgegeben, hoffe ich ;-))).


Die Kätzchen sind echt witzig, ich mag sie sehr, aber Frauchen schimpft manchmal, weil sie nicht möchte, dass ich die Babys beim Spielen mit der Pfote runterdrücke. Sie sagt, ich hätte ein Größenverhältnisproblem (oder so ähnlich - muß man das verstehen??) Die drei Kleinen suchen natürlich auch noch ein tolles Zuhause, aber ich hoffe, das dauert noch ein bisschen, weil - das Wetter wird ja nicht besser werden...



Gute Na-hacht!

Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de

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Montag, 5. Dezember 2011

Katastrophe auf Stelzen

Zuhause gesucht+++Zuhause gesucht+++Zuhause gesucht


Also, ich muß Euch mal grad' was erzählen, ich bin echt ein bisschen beleidigt!! Ich habe einen neuen Namen, aber der gefällt mir gar nicht! Trotzdem werden meine Leute es nicht müde, den halben Tag lang zu ächzen, seufzen und zu stöhnen: "Du Katastrophenhund!"

Tja - WER schafft es im Urlaub, den einzigen Elektrozaun weit und breit mitzunehmen - und das auch noch in voller Länge dran entlangschlitternd?! Wer beschert der kompletten Familie fast einen Herzinfarkt, indem er (oder besser: sie) mit Kawuppdich gegen die inzwischen geschlossene Terrassentür tobt, so dass es laut kracht? Wer wird nicht müde, sich beim morgendlichen Spaziergang zuallererst in Fuchssch... zu wälzen und anschliessend tropfnass aus der Badewanne zu springen? Wer holpert auf dem Podex die komplette Treppe hinunter, stöbert Bücher aus dem Regal hervor, um sie in langweiligen Minuten seelenruhig zu zerschreddern, beutelt den Heusack der Kaninchen im Wohnzimmer tot, fängt sich Katzentatzenhiebe auf die Nase ein beim Versuch mit der Katze eine Wrestlingshow zu performen? Wer beißt den Autoanschnallgurt durch, hinterlässt Zahnabdrücke auf dem Handy, lässt sich beim Versuch, freundlichen Kontakt aufzunehmen vom Kaninchen in die Nase beissen, köpft Playmobilmännchen noch und nöcher? Wer frisst den frischgekauften Laib Brot mitsamt Papiertüte, beisst die Ecken vom Couchtisch ab und versucht, jede Kuh auf dem Feld zum Spielen aufzufordern und überlegt es sich dann doch schnell anders?



Diese Liste liesse sich noch beliebig fortsetzen, jedoch eins ist sicher: Lange böse sein kann man dem Fratz nicht ;-)! Auch sicher ist: Die grauen Haare der Pflegestelle vermehren sich rapide.

 
ALLES ERLEDIGT!!!





Tschööö -

Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de

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Sonntag, 4. Dezember 2011

Weshalb ich überhaupt hier bin

Also in erster Linie suche ich mal endlich ein tolles, neues Zuhause!


Wenn man mir so ins Gesicht schaut, sollte man meinen, eigentlich gar kein Problem, aber als gehandicapter Hund ist das leider gar nicht so leicht (*psssst* und die kleine Große hatte tatsächlich noch keine einzige Anfrage und leider auch immer noch zuwenige Paten, um die entstandenen Kosten zu tragen, aber bitte - das muß sie nicht unbedingt wissen!!!)

Wieso ich gehandicapt bin? Tja, das ist in Griechenland leider schneller passiert als man weglaufen kann - mich hat wohl ein Auto erwischt, kann auch sein, dass ich aus einem fahrenden Auto geworfen wurde, ich kann mich wirklich nicht mehr so genau erinnern, ist vielleicht auch besser so... Jedenfalls wurde ich von netten Leuten an der Strasse gefunden und zu einer Tierschutzstation gebracht. Die Tierschützerin sah sofort, dass mit meiner Hüfte irgendwas nicht stimmte, aber ich konnte dort nicht untersucht werden, daher schickte sie einen Notruf nach Deutschland. Diesen las mein Pflegefrauchen, und da war der Entschluß auch schon gefasst - ich sollte nach Deutschland reisen, um untersucht und behandelt zu werden. Auch die Kolleginnen von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V. waren der Meinung - wenn mir geholfen werden kann, dann soll das geschehen und zwar schnell!

Das war auch wirklich nötig, denn so sah es aus, als ich ankam:



 Die linke Hüfte ausgekugelt und angeschwollen, der ganze Hund total schief...




Der linke Oberarm innen hart und geschwollen...




Es war mühsam, so zu fressen und mich zu bewegen, das linke Vorderbeinchen konnte ich gar nicht gut einsetzen. Die blöde Gitterbox wurde immer wieder zwischendurch mal für Ruhezeiten benutzt, denn, wisst Ihr, ich hatte mich ja schon so an meinen Zustand gewöhnt, dass ich trotzdem spielen und toben wollte. Das fand meine Pflegemama gar nicht gut und so bekam ich regelmäßige Zwangspausen verordnet, die ich aber schon als Mini einfach EMPÖREND fand und ebenso regelmäßig meinen Wassernapf durch die Gegend pfefferte wie auch die Abdeckung durch das Gitter in die Box zog, um sie ein bisschen zu zerlegen ;-). Irgendwie muß man seinen Protest ja kundtun!

Am zweiten Tag nach meiner Ankunft gingen wir zum netten Tierarzt hier im Dorf und ich wurde geröntgt. Da anscheinend nicht nur meine linke Hüfte betroffen war, bestand mein Pflegefrauchen darauf, auch mein linkes Vorderbein zu röntgen. Während der Aufnahmen habe ich ganz brav in ihrem Arm gelegen und alles über mich ergehen lassen - das gesamte Personal der Praxis war beeindruckt von meiner Tapferkeit ;-).

Ja, die Kleine mit den Fledermausohren lag zwar sehr ängstlich aber superlieb in meinen Armen und ließ das alles mit sich machen. Aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustandes hätte ich sie wirklich nur ungern in Narkose legen lassen - sie war völlig ausgemergelt und fast kahl, wackelte bei jedem Schrittchen. Es schien als ahne sie, dass ihr nun geholfen werden solle.
Ihr Oberärmchen war nach einem Bruch schon wieder dabei - etwas schief zwar, aber nicht gelenkbeeinträchtigend - zusammenzuwachsen. Die Hüfte der selben Seite war ausgekugelt - welche Schmerzen muß dieses Hundekind schon ertragen haben?! Sie muß schon eine Weile mit diesen Verletzungen auf sich allein gestellt auf der Strasse überlebt haben - ein Welpe von 4 Monaten...
Beim nächsten Tierarztbesuch bei einer Chirurgiespezialistin einigten wir uns darauf, am Oberarm nichts zu machen, da jeder Eingriff die Funktionsfähigkeit des Ellenbogens  hätte beeinträchtigen können. Bevor wir  die Hüfte behandeln könnten, musste aber der Bruch vorne erst sicher verheilen.Einige Wochen später war es dann soweit, Nolys Hüft-OP (Femurkopfresektion) stand an:


Am Vortag war Noly operiert worden, man sieht noch gut, wie geschlaucht das kleine Mäuschen von der OP ist.

 
Es sieht recht gruselig aus, was zum Vorschein kommt, als die Ärztin nach ein paar Tagen das Pflaster abnimmt, ich behandle Noly in den folgenden Tagen mit häufigen Lymphdrainagen und kann so glücklicherweise eine erneute Eröffnung der Wunde, um die Flüssigkeit abzusaugen, abwenden. Kurz vor dem Fädenziehen sieht es dann schon "nur noch" so aus (und bessert sich in den Tagen danach zusehends).


Nach den ersten Tagen mit viel Ruhe beginnen wir ganz langsam aufbauend mit einem Gangtraining, vier Wochen hat Noly von der Ärztin komplett Leinenzwang verordnet bekommen,allerdings reicht das bei dem Quirbel bei Weitem nicht aus, da sie das Beinchen zwar kaum unter Kontrolle hat, aber gleich wieder losgalloppern will ;-)) Da mussten wir schön langsam dosieren und trainierten erst lange für ein stabileres Gangbild.


Pöh! Ich finde, ich bin seeehr stabil, jedenfalls galloppiere ich mittlerweile hier über die Wiesen, finde dabei immer wieder die ein oder andere Fuchsschiete (ja, sowas wird wichtig, als Teenie!!) und komme glücklich und stinkig wieder zu Frauchen zurück. Leider haben die Menschen hier wirklich nicht so viel Verständnis für meine Bedürfnisse als Pubertierende und so wird mein "Eau de renard" nach jedem Spaziergang in der Dusche wieder abgewaschen. Na, irgendwann werden die das schon aufgeben.

Schaut mal, sooo toll kann ich schon wieder laufen, macht mir auch irre Spaß!





Der kleine Schwarze ist übrigens der Kumpel, der am Anfang soviel Angst vor mir hatte (hihi). Auch er wurde in GR angefahren und hat hier wieder so richtig laufen gelernt. Mittlerweile bin ich aber schneller als er!










Noly ist wirklich ein wilder Feger, man muß ein wenig schauen, inwieweit sie sich auspowern darf und wann man dies stoppen muß, damit sie ihr Beinchen nicht völlig überfordert. Letztens hat sie eine Kurve nicht gekriegt und einen bühnenreifen Kusselkopf hingelegt, weil sie einfach etwas zu flott unterwegs war. Natürlich braucht sie als Junghund solch wilde Rennereien aber auch einfach zu ihrem Glück, ihr strahlender Blick anschliessend ist einfach wunderbar!

 



Ich wünsche Euch allen einen schönen 2. Advent! Gehe jetzt noch ein  bisschen Mäuseschnüffeln, rennen und Fuschsschiete suchen ;-)

Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.

Freitag, 2. Dezember 2011

Mein eigener Blog

Zuhause gesucht+++Zuhause gesucht+++Zuhause gesucht


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NOLY aktuell: So schmeckt der Sommer... :-D 


video 

Noly-Filmchen
2. Noly-Filmchen

Extra: PETEs Geschichte 1  2  3  4 5
 Pete Video



Hallo Leute, ich muß Euch was erzählen und dazu habe ich jetzt endlich einen eigenen Blog bekommen!
Wiieee lange habe ich meinem Pflegefrauchen damit schon in den Ohren gelegen (so als Hund von heute), dass das doch 'ne tolle Möglichkeit wäre, meine Geschichte zu erzählen, aber sie hatte Schiß (glaube ich!) - keine Zeit (sagte sie...) Aber jetzt hat sie sich da doch mal rangetraut. Verzeiht, wenn es nicht perfekt ist, aber das ist für uns alle das erste Mal.


Zuerst einmal möchte ich mich vorstellen: Ich heisse Noly, wurde ca. im März 2011 in Nordgriechenland geboren, bin mittlerweile stolze 61 cm hoch und gut 23 kg schwer (das Foto ist aber noch ein Babyfoto).

Och, da steigen bei mir direkt die Erinnerungen hoch. Als ich die Kleine Mitte Juli am Flughafen abholte, passte sie noch ins Handgepäck, so klein und dürre war sie. Nachdem sie am Auto von der vollgepieselten Tasche (*räusper*) in eine grosse Kiste umgepackt war für den Transport nach Hause und wir eben losgefahren waren, konnte ich auch gleich schon wieder anhalten, weil sie mal musste, genauer gesagt hatte sie schon gemusst... Das war vielleicht 'ne stinkende Schweinerei, naja, sowas kommt natürlich heute nicht mehr vor! Mein Gott, was war das für ein erbärmliches kleines Hündchen, was ich da im Arm hielt! Aber auch das hat sich wirklich geändert!

 Ja, ich weiss noch - ich war noch ganz beschickert von der Reise und habe die Autofahrt in meiner Kiste schlafend verbracht. Als wir nach Hause kamen, war das schon ganz schön aufregend, denn dort warteten schon drei Kumpels und drei Kinder und ein Papa. Das war ein Hallo! Witzig war ja, dass einer meiner Kumpels am Anfang riesige Angst vor mir hatte und dabei war der schon erwachsen und ist selbst vor einem Jahr aus Griechenland gekommen (aber er meint, das mit der Angst sollte ich hier lieber nicht so betonen, ist ihm ein bisschen peinlich, glaube ich!) Naja, ich habe etwas zu trinken bekommen, etwas zu futtern, wurde notdürftig gesäubert und durfte mich anschliessend auf Pflegefrauchens Schoß zusammenrollen und ausruhen. Überhaupt war ich HUNDEMÜDE und habe in den ersten Tagen viel geschlafen.

Stimmt - und zwar in jeder Haltung:

 Ja, es war aber auch zum ersten Mal in meinem Leben so kuschelig überall! Egal, wo ich mich hinlegte, ich schlief überall tief und fest. Was ich nicht wusste - dass ich in der Zeit anscheinend beobachtet wurde, ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich so häufig fotografiert wurde! Ab und zu sagten meine neuen Menschen grinsend: "Guck mal, da liegt das Känguruhbaby."

Manchmal wurde ich auch mit einem Reh oder einer Gazelle verglichen. Ich schätze, das liegt an meinen langen Beinen, kann ich auch nix für, die sind einfach so.

Ich liiiebe es warm und kuschelig, das hat sich bis heute nicht geändert, daher wurde ich bei meiner Ankunft hier zum Schlafen oft in eine Decke gepackt. Hatte ja auch starke Hautprobleme und daher kaum Fell, aber die Decke war ein ganz guter Ersatz.
Ich hab' am Anfang bloß 7 kg gewogen, auf den Bildern kann man schon ein bisschen sehen, dass ich nicht gerade kugelig hier ankam, aber so regelmässiges Essen wie hier hatte ich bisher auch nie bekommen.Das ist hier echt schon der Luxus! Obwohl - ein paar mehr Leckereien könnte es ruhig geben, so zwischendurch, die Menschenkinder naschen ja auch alle naselang etwas und wenn man sich dann davon was holen will, heisst es gleich "Ooooh nein! Lass es! Das ist nix für Dich!" (Wenn das doch aber alles immer in Schnauzenhöhe rumliegt, naja, manchmal muß man auch klettern, aber dran kommt man immer irgendwie...)
Und ich seh's gar nicht ein, mich dafür zu schämen - hey Leute, ich hab' wochenlang auf der Strasse überlebt, da nimmt man eben, was man kriegen kann, ist doch logo!
Das waren noch schöne Zeiten, als ich hier auf meinen Lieblingssessel so der Länge nach draufpasste. Mittlerweile hab' ich den gar nicht mehr so gern, denn es ist echt schwierig geworden, sich auf der kleinen Liegefläche zu positionieren, gemütlich ist anders... Zum Glück haben die auch Sofas hier, damit geht's besser. So, und darauf verzieh' ich mich jetzt auch, ist nämlich schon riesig spät.



Bis zum nächsten Mal!

Eure Noly von der Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V.
www.tierhilfe-griechenland.de

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